21. Januar 2018

Rezension: „Dein Leuchten"

Titel: „Dein Leuchten“

Autor: Jay Asher

Seiten: 312 (Taschenbuch)

Verlag: cbt

Preis: 14,99€



Inhalt
 
Sierra und ihre Eltern haben in Oregon eine Tannenbaumfarm. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit muss sich Sierra einen Monat von ihren Freundinnen daheim verabschieden, weil ihre Familie nach Kalifornien fährt, um dort ihre Weihnachtsbäume zu verkaufen.
Doch Sierra fährt mit einem weinenden und einem lachenden Auge. In Kalifornien erwartet sie ihre gute Freundin Heather, außerdem wäre ein Weihnachten ohne den Baumverkauf und all die damit verbundenen Traditionen für Sierra einfach kein richtiges Weihnachten.
Doch dieses Jahr ist alles komplizierter. Denn Sierra hat ein Gespräch ihrer Eltern mitbekommen. Scheinbar steht in Frage, ob sich der Verkauf überhaupt noch soweit lohnt, dass sie nächstes Jahr wiederkommen.
Außerdem verliebt sie sich Hals über Kopf in den mysteriösen Caleb, der bei ihr einen Tannenbaum kauft. Dabei ist das Problem nicht nur, dass Sierras Tage in Kalifornien gezählt sind, sondern auch, dass Caleb ein tragisches Geheimnis aus seiner Vergangenheit hütet…

Meine Meinung

„Dein Leuchten“ ist der dritte Jugendroman von Bestsellerautor Jay Asher, jedoch der erste, den ich gelesen habe.  

Das Cover ist nicht nur farblich, sondern auch von der Schlichtheit des Motivs sehr ansprechend gestaltet. Die winterlich-gemütliche Stimmung passt perfekt zu der Geschichte.

Die Grundidee eines Mädchens, dessen Familie eine Tannenbaumfarm und einen Tannenbaumverkauft betreibt, ist ungewöhnlich, aber interessant und bietet eine schöne Kulisse für eine winterliche Liebesgeschichte.

Die Protagonistin Sierra führt ein Leben, das sich von dem anderen Mädchen ihres Alters stark unterscheidet. Ihr Alltag wird jedoch so gut beschrieben, dass man sich trotzdem unkompliziert in sie hineinversetzen kann. Und irgendwie sind ihre Probleme letztlich doch die eines normalen Teenagers.

Caleb ist lange Zeit sehr mysteriös. Er wird als gutaussehender, höflicher und freundlicher junger Mann beschrieben, den man gerne mag. Doch ein belastendes Gerücht über seine Vergangenheit, bringt dieses Bild ins Wanken. Zusammen mit Sierra lernt man ihn näher kennen und ergründet, was damals wirklich passiert ist.

Auf der einen Seite ist die Beziehung zwischen Sierra und Caleb jugendlich, leicht und schön. Auf der anderen Seite wird sie von erwachsenen, komplizierten Themen, wie Selbstvorwürfen, Vergebung und Abschied geprägt.
Sie hätte Potential gehabt, sich noch dynamischer und intensiver zu entwickeln.

Die Nebencharaktere, Sierras Eltern oder ihre besten Freundinnen Heather, Rachel und Elizabeth, geben der Geschichte einen schönen Rahmen und sorgen für eine vertraute Gesamtatmosphäre.
Sie alle zeigen Sierra eindrucksvoll, dass „Zuhause“ eben nicht nur ein Ort ist, sondern besonders die Menschen, die einem wichtig sind.

Die Handlung ist weder durch spannende Ereignisse, noch durch unerwartete Wendungen gekennzeichnet und darum eher vorhersehbar. Dennoch ist der Lesefluss gut und das Interesse bleibt kontinuierlich erhalten.
Das Ende vermittelt eine hoffnungsvolle Botschaft, lässt aber einige Fragen offen, auf die man eigentlich Antwort enerwartet hätte.

Sprache und Schreibstil des Autors sind zielgruppenorientiert leicht, locker und angenehm zu lesen.

Fazit

Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Komplizierte Themen werden auf eine angenehm unkomplizierte Art und Weise behandelt. Auch wenn die Liebesgeschichte noch stärker hätte sein können, wird man doch von der weihnachtlichen Gesamtatmosphäre mitgerissen.

Meine Bewertung

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