3. Dezember 2017

Rezension: „Touched – Die Macht der ewigen Liebe“

Titel: „Touched – Die Macht der ewigen Liebe“

Autorin: Corrine Jackson

Seiten: 432 (Hardcover)

Verlag: Thienemann

Preis: 16,95€



Inhalt

Seit dem Angriff von Remys Großvater Franc, bei dem Remys Vater Ben entführt worden ist, liegt ihre Stiefmutter Laura im Koma. Remy, ihre Stiefschwester Lucy und Asher haben keine andere Wahl, als Blackwell Falls zu verlassen, denn Francs Männer sind noch immer hinter ihnen her. Die Flucht macht allen schwer zu schaffen und die Beziehung zwischen den dreien wird immer angespannter.
Und dennoch haben sie alle ein gemeinsames Ziel. Ben muss gerettet werden.
Doch das ist gar nicht so einfach. Denn zusätzlich muss sich Remy nicht nur mit ihrer sich immer weiter verändernden Gabe auseinander setzen, sondern auch noch mit ihren Gefühlen für Ashers Bruder Gabriel…

Meine Meinung

„Touched – Die Macht der ewigen Liebe“ ist der letzte Band der „Touched“- Trilogie von Corinne Jackson.

Das Cover ist im Stil der vorherigen beiden Bücher gestaltet und wieder ebenso schlicht und ansprechend.

Unglaublich ärgerlich ist, dass der Klappentext alle spannenden Konflikte bereits auflöst. Kann Ben gerettet werden? Für wen schlägt Remys Herz? Fragen, deren Antworten man leider schon beantwortet hat, bevor man zu lesen beginnt.

Auch dieser finale Band ist wieder von einer düsteren und bedrückenden Gesamtstimmung geprägt. An vielen Stellen fehlt es an ausgleichender Leichtigkeit.

Die Charaktere sind einem mittlerweile vertraut und es gelingt ein schneller Einstieg in Geschichte.

Remy wird immer mehr zur Einzelkämpferin. Über weite Strecken stehen ihr nicht einmal mehr Asher oder Lucy zur Seite. Ganz zu schweigen von den vielen Menschen, die hinter ihr her sind und ihr nach dem Leben trachten oder schlimmer. Sie ist eine starke Protagonistin und muss erneut Einiges aushalten.

Asher wird zunehmend uninteressanter. Auch wenn die jüngste Vergangenheit sein Verhalten erklärt, fällt es schwer, Sympathien für ihn zu empfinden. Teilweise nervt er sogar.

Gabriel hingegen bleibt weiter sympathisch. Schnell ist absehbar, welche Rolle er in der angespannten Dreiecksbeziehung letztlich einnehmen wird. Die Ecken und Kanten, die seinen Charakter im zweiten Band so aufregend gemacht haben, zeigen sich leider nur noch selten.

Der für das Genre ungewöhnliche Kampf um die Position des männlichen Protagonisten ist mutig und erfrischend anders, hätte aber noch weniger vorhersehbar ausgestaltet werden können.

Die altbekannten und neuen Nebencharaktere sind für die Handlung sinnvoll eingebracht und insgesamt bereichernd. Gerade zu Anfang ist die gereizte Spannung zwischen Remy, Lucy und Asher sehr anstrengend.

Wieder wird der Leser mit schweren Themen wie Verlust, Brutalität, Folter und Tod konfrontiert. Es gibt einige interessante Wendungen und mitreißende Szenen. Die Handlung ist insgesamt spannungsgeladen und rasant.

Das Ende ist zwar sinnvoll, aber nicht auf allen Ebenen zufriedenstellend. Nach so viel „Drama“ hätte der Leser ein umfassenderes Happy End verdient.

Sprache und Schreibstil sind angenehm und ermöglichen sowohl eine bildliche Vorstellung, als auch einen flüssigen und temporeichen Lesefluss.

Fazit

Insgesamt ist dieser Band das solide Finale einer lesenswerten Trilogie. Besonders raffinierte Clous oder überraschende Auflösung bleiben aus, aber die Geschichte um Remy wird stimmig abgeschlossen!

Meine Bewertung

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen