26. November 2017

Rezension: „Royal Wedding“

Titel: „Royal Wedding“

Autorin: April Dawson

Seiten: 228 (eBook)

Verlag: LYX

Preis: 4,99€
 


Inhalt

Langsam beginnt es Jenna zu nerven, dass all ihre weiblichen Verwandten und Freundinnen bereits verheiratet sind, während sie selbst noch immer auf „Mr Right“ wartet. Doch nachdem ihr letzter Partner sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat, fällt es ihr nicht mehr so leicht, einem Mann zu vertrauen.
Philip ist Prinz von Galen und arbeitet bei der galischen Botschaft in New York. Seit auch sein Herz gebrochen worden ist, war eine Frau nie länger, als eine Nacht an seiner Seite. Bis zu dem Tag, als seine Mutter ihn an die Tradition erinnert, dass alle Männer des Königshauses vor ihrem 30. Geburtstag verheiratet sein müssen.
Darum gehen sowohl Jenna, als auch Philip das Wagnis ein und melden sich auf die Zeitungsanzeige einer Agentur, die Hochzeiten vermittelt. Schon bei ihrem ersten Treffen beginnt es zwischen den beiden gewaltig zu knistern.
Doch hat ihre Beziehung eine Chance, wenn Jenna erst erfährt, dass Philip ein Prinz ist? Und gelingt es den beiden, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen?

Meine Meinung

„Royal Wedding“ ist der erste Roman von April Dawson, den ich gelesen habe. 
 
Das Cover zieht einen direkt in seinen Bann. Es ist romantisch, märchenhaft und zum Thema passend gestaltet.
 
Die Idee einer Frau und eines Mannes, die einander nur aufgrund einer Zeitungsanzeige heiraten, wobei der Mann verschweigt, dass er ein echter Prinz ist, ist sehr interessant und vielversprechend.

Jenna ist eine sympathische Protagonistin. Sie lebt hauptsächlich für ihren Job als Galeristin, der von ihrer Familie nie ausreichend wertgeschätzt wurde. Jenna wird als attraktiv beschrieben, wobei sie selbst sich ihrer optischen Erscheinung nicht bewusst zu sein scheint.

Philip ist nicht auf Anhieb sympathisch. Er betrachtet Frauen nur als Objekte, und seine Gedankenwelt kreist ausschließlich um Partys und Sex.
Erst später erfährt man, dass seine oberflächliche Art auf einen tief sitzenden Verlust zurückzuführen ist.

Die Beziehung zwischen den beiden ist anfangs sehr körperlich, was zum Teil auf Kosten der Romantik geht. Auch wenn beide häufig betonen, dass die Anziehung mehr als nur optisch ist, sind die Begegnungen doch nicht besonders tiefgründig. Auch, dass die Protagonisten einander bereits nach dem ersten Treffen  völlig verfallen sind, kommt vielleicht etwas verfrüht.

Nach etwa der Hälfte der Geschichte wird die Handlung jedoch ausgefeilter und die Beziehung weniger oberflächlich. Die royale Thematik, und alles, was damit zu tun hat, hätte noch mehr im Fokus stehen können.

Gegen Ende stört ein zu häufiges Hin und Her, On und Off der Beziehung. Der Schluss ist dann jedoch zufriedenstellend und schön.

Die ähnlichen Namen der Nebencharaktere – Kaya, Kylie, Carrie, Kellan – sorgen teilweise für Verwirrung.  

Die Geschichte wird, meist von Kapitel zu Kapitel abwechselnd, von Jenna oder Philip erzählt, sodass man schön in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten eintauchen kann.  Warum im letzten Viertel des Buches ein einziges Kapitel aus Kylies Sicht geschrieben ist, ist nicht ganz ersichtlich.
 
Schreibstil und Sprache sind flüssig und angenehm zu lesen.

Fazit

Insgesamt kann man das Buch gut lesen. Die Idee macht neugierig und reißt schnell mit, bei der Umsetzung gibt es jedoch an einigen Stellen noch Luft nach oben.  

Meine Bewertung
Ich danke dem LYX- Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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