15. Oktober 2017

Rezension: „The Promise – Der goldene Hof”

Titel: „The Promise – Der goldene Hof”

Autorin: Richelle Mead

Seiten: 586 (Hardcover)

Verlag: One

Preis: 18,00€


 
Inhalt

Die junge Gräfin Elizabeth gehört einer der nobelsten Familien in ganz Osfrid an, wo sie zusammen mit ihrer Großmutter lebt. Doch sie fühlt sich wie in einem goldenen Käfig, da sie keinen Schritt unbewacht tun kann. Als sie gegen ihren Willen einen Mann heiraten soll, nur weil dieser eine vorteilhafte Partie ist, hält sie es nicht mehr länger aus.
Wie aufs Stichwort erfährt sie vom „Goldenen Hof“, einer Einrichtung, die junge Mädchen von niederem Stand ausbildet und nach Adoria in die neue Welt schickt, damit sie dort an reiche Männer verheiratet werden.
Elizabeth wittert ihre Chance zu fliehen und schließt sich unter falschem Namen dem „Goldenen Hof“ an. Doch in Adoria erwarten sie und ihre neu gewonnenen Freundinnen nicht nur positive Überraschungen und auch das Herz lässt sich nicht vorschreiben, wen es lieben soll…

Meine Meinung

„The Promise – Der Goldene Hof”, ist der erste Band der neuen Trilogie von Richelle Mead.

Das Cover ist schlicht, aber farblich sehr ansprechend gestaltet. Es lässt die Schattenseiten der Geschichte nicht sofort erkennen, das steigert die Überraschungseffekte beim Lesen.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt sehr gut. Die Idee einer jungen Aristokratin, die ihrem Schicksal entfliehen möchte, und des „Goldenen Hofes“ als Heiratsvermittlungsagentur ist ungewöhnlich und macht sofort neugierig. Auch die Kulisse der alten Welt auf der einen und der neuen Welt auf der anderen Seite ist sehr interessant ausgestaltet. Im Verlauf der Geschichte spielt auch das Thema „Religion“ eine immer wichtigere Rolle.

Sowohl Elizabeth, später Adelaide, mit ihrer offenen Art und ihrem Mut, ihr Leben selbst zu gestalten, als auch der geheimnisvolle Cedric, der mit seiner Familie den „Goldenen Hof“ betreibt, sind sehr sympathisch.
Früh ist klar, dass sich zwischen den beiden eine Beziehung entwickeln wird, was jedoch der Spannung vorerst keinen Abbruch tut, denn ihre Beziehung darf nicht sein und muss geheim gehalten werden. Nach etwa zwei Drittel der Handlung, und somit viel zu früh, wird diese Dynamik leider genommen.
Grundsätzlich passen die beiden gut zueinander und müssen gemeinsam etliche Herausforderungen meistern.
Die Liebesgeschichte steht in einem angemessen Verhältnis zum Rest der Geschichte, sodass ausreichend Abwechslung gegeben ist.

Sehr bereichernd für die Geschichte sind zudem die vielen gut ausgearbeiteten Nebencharaktere. Angefangen bei Elizabeths neu gewonnenen Freundinnen Mira und Tamsin, deren Vergangenheit und Gegenwart voller Geheimnisse ist und die immer wieder für entscheidende Wendungen in der Handlung sorgen, bis hin zu den Antagonisten Jasper, Warren, dessen Mutter Viola oder der Konkurrentin Clara.

Die wohl größte Schwäche des Buches ist, dass unterschiedliche Abschnitte unterschiedlich stark sind. So ist die erste Hälfte zwar relativ ereignislos, aber unterhaltsam und angenehm zu lesen. Dann folgt ein Abschnitt, der inhaltlich völlig vom vorherigen Teil abweicht und sich sehr in die Länge zieht, während es ganz zum Schluss noch einmal ziemlich spannend wird. Das Kürzen einiger Passagen hätte dem Spannungsbogen der Handlung sicher gut getan.

Die Sprache ist angenehm und flüssig zu lesen. Der Schreibstil sehr schön.

Fazit

Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, auch wenn der Funke nicht hundertprozentig übergesprungen ist. Es ist ein interessanter Reihenauftakt, der zwar Schwächen aufweist und zum Teil Potential verschenkt, aber dennoch neugierig macht, wie es in Band 2 und 3 weitergeht!

Meine Bewertung


Ich danke dem One-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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