28. April 2017

Rezension: „Liebe, wie sie im Buch steht“

Titel: „Liebe, wie sie im Buch steht“

Autorin: Melissa Pimentel

Seiten: 484 (Taschenbuch)

Verlag: Goldmann        

Preis: 9,99€



Inhalt

Die 29-jährige Lauren, die vor kurzer Zeit von Amerika nach London gezogen ist, ist mit ihrem Liebesleben unzufrieden. Sie beschließt, im Rahmen eines „wissenschaftlichen“ Experiments, jeden Monat die Ratschläge eines anderen Dating-Ratgebers zu befolgen und ihre Erfolge und Misserfolge mit dem jeweiligen Konzept zu dokumentieren. Ihre abgedrehte Mitbewohnerin Lucy steht ihr dabei zur Seite, denn nicht jeder Ratschlag entpuppt sich als sinnvoll und nicht jeder Mann als Traumprinz.
Außerdem muss sich Lauren mit ihrer Vergangenheit in Amerika auseinandersetzen, mit der sie noch nicht abgeschlossen hat.

Meine Meinung

„Liebe, wie sie im Buch steht“ ist der Debüt-Roman von Melissa Pimentel, der zuvor bereits unter dem Titel „Das Dating-Projekt“ erschienen ist.

Das Buchcover ist sehr ansprechend und detailreich gestaltet.

Dem Titel „Liebe, wie sie im Buch steht“ fehlt meines Erachtens ein „e“, damit aus „Buch“ ein „Buche“ wird, aber das nur vorweg.

Die Idee einer jungen Frau, die ihr Pech mit den Männern satt hat und ihr Liebesleben ab sofort in die Hand verschiedenster Dating-Ratgeber legt, hat mich sofort begeistert. Die Umsetzung hat jedoch einige Schwächen.

Die Protagonistin Lauren ist keine wirkliche Sympathieträgerin. Eigentlich raucht und trinkt sie permanent und nimmt jeden Mann sofort beim ersten Date mit nach Hause. Nur selten konnte ich mich mit ihr identifizieren und Sympathie aufbringen.

Anfangs ist die Handlung schwungvoll und unterhaltsam, nach etwa 350 von 484 Seiten wird sie jedoch etwas zäh. Man ist erschöpft von Laurens wildem Single-Leben und sehnt sich danach, dass langsam der Mann ins Spiel kommt, der ihr Leben tiefgründiger auf den Kopf stellt.

Denn, wer auf der Suche nach einer schönen Liebesgeschichte ist, wird sie in diesem Buch nicht finden. Vielmehr geht es um das chaotische Single-Leben einer jungen Frau, die gar nicht auf der Suche nach einer festen Beziehung ist, sondern nur ihren Spaß möchte. Erst auf den letzten drei Seiten ist sie plötzlich verliebt, was mich persönlich etwas überrumpelt hat. Dieser Mann hätte schon eher mehr in die Geschichte eingebaut werden müssen, denn grundsätzlich passt er gut zu Lauren und die Beziehung hat für mehr als drei Seiten Potential.

Die Nebencharaktere Lucy (Laurens flippige Mitbewohnerin), Meghan (Laurens Schwester) oder die vielen Männer, die Lauren trifft, sind abwechslungsreich gestaltet und beleben die Geschichte.

Der Schreibstil ist locker und teilweise humorvoll. Die Sprache ist angenehm und leicht zu lesen.

Fazit

Insgesamt kann man das Buch gut lesen. Die Idee ist nicht optimal umgesetzt, aber in jedem Fall einfallsreich.

Meine Bewertung

Ich danke dem Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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